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  • Birgit Böhm

Erntezeit = Dankeszeit

Aktualisiert: Aug 22


Erntedank
Erntezeit= Dankeszeit

Es ist Herbst - Erntezeit.

Die Natur schenkt uns viele Früchte und leuchtende Farben.

Unsere Umwelt lädt uns ein, "Danke!" zu sagen.

In der deutschen Sprache haben wir eine Fülle an Formulierungen, unseren Dank zu äußern.

Ich lenke Deinen Blick auf eine Möglichkeit, die viele Menschen nutzen.

Stell Dir vor, ein anderer spricht Dich an:

"Ich bedanke mich für die schönen Blumen!"

"Wir bedanken uns für die Hilfe!"

Welche Wirkung haben die Sätze auf Dich?

Was kommt bei Dir an? Spürst Du den Dank des anderen?

Ich biete Dir eine Variante an:

"Ich danke Dir für die schönen Blumen!"

"Wir danken Euch für Eure Hilfe!"

Wie ist es nun?

Was kommt bei Dir an und was strahlt der andere aus?

Nimmst Du seine Dankbarkeit wahr?

Die Formulierung "ich bedanke mich" ist rückbezüglich. Dabei bezieht sich der Sprecher wieder auf sich. Wir bezeichnen diese Zeitwörter oder Verben auch als reflexiv.

Rückbezügliche Verben kennen wir aus dem Bereich der Körperpflege:

"Ich wasche mich." - "Ich kämme mich." - "Ich creme mich ein."

In dieses Umfeld passen sie ausgezeichnet hinein.

Mit diesem Wissen erscheint die Formulierung "ich bedanke mich" sonderbar.

Der Dank bleibt beim Sprecher. Seine freundliche Absicht dem anderen für das Schöne zu danken, verpufft.

Der Satz "Ich danke Dir!" bringt Ordnung.

Der sprachliche Inhalt trägt das grammatisch passende Kleid. Hier ist es klar, wer wem dankt.

Auf diese Weise transportiert der Sprecher ganz leicht seine innere Haltung und zaubert dem anderen ein Lächeln ins Gesicht.

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